„Wilde“ Heilkräuter A-Z

 Es geht los: Mit unserer kleinen gemeinsamen Reise durch die Welt der „wilden“ Heilkräuter!

Von A wie Ackerschachtelhalm – Z wie Zahnwurz!

Die Pflanzenwelt vor unsere Haustüre lädt dazu ein, die Kraft der Kräuter wieder kennen, schätzen & nutzen zu lernen!

Da Sammeln der Wildkräuter & Heilpflanzen hat obendrein einen positiven Effekt auf unseren ganzen Körper. Naturaufenthalte sind nachweislich gesundheitsfördernd und kombiniert mit leichter Bewegung, Entschleunigung & bewusster Achtsamkeit,  ein „rezeptfreies“ Mittel für unser Wohlbefinden!

Begleitet mich dabei!

Entdeckt Neues, Spannendes, Überliefertes und lasst euch Begeistern! 

Kräuter-Herzliche Grüße und viel Spaß!

 

A wie ACKERSCHACHTELHALM – Equisetum arvense

Manchen auch bekannt als Zinnkraut!
Woher aber kommt diese Bezeichnung? Das merkt man schnell, beim Ertasten dieser Pflanze. Recht rauh fühlt es sich an und das wusste man für die Reinigung von Zinngeschirr zu nutzen. Quasi der Vorgänger des Topfschwamms! 

 Der Pflanzenaufbau ist „schachtelartig“ ineinander gesteckt, beinahe wie einzelnen Stockwerke, dadurch kann man es vorsichtig auseinander ziehen. Fast wie kleinen Tannenbäumchen, sehen die Ackerschachtelhalme aus.

 Auch genannt: Scheuerkraut, Pferdeschwanz, Katzenwedel

 Inhaltsstoffe: Kieselsäure, Mineralien – besonders Kalium, Flavonoide

 Anwendungsgebiete aus der Volksheilkunde: Durchspülungstherapie, Rheumatische Erkrankungen, Nierenerkrankungen, Hauterkrankungen, Sodbrennen.

 Verwechslungsgefahr mit giftigen Sumpf/Wald/Teich-Schachtelhalm!

 

B wie BRENNNESSEL (Große Brennnessel) – Urtica dioica

Würde sie nicht so brennen, wäre sie vor lauter toller Inhaltsstoffe und deren Wirkungen, wohl schon ausgerottet… sagt man 

Erst mal vorweg, ja sie weiß sich zu wehren! Über und über mit Brennhaaren versehen, mit welchen sie uns einen brennenden Cocktail in die Haut injiziert. Das tut eigentlich schon beim Lesen weh, oder? 

ABER jetzt kommt es, sie kann uns wunderbare Dienste für unsere Gesundheit leisten. Und nicht zu vergessen, köstlich im Speiseplan!!  

Vom Blatt, über die Samen bis zur Wurzel beschenkt sie uns reichlich!

Brennnessel

  Die Samen waren in Klosterzeiten oftmals verpönt, da sie als Aphrodisiakum gelten! Heutzutage gibt es die gesunden Brennnesselsamen/Früchte als teures „Superfood“ zu kaufen.

 Tipp: Einfach im Spätsommer/Herbst selbst sammeln und einen tollen Vorrat anlegen!

  Auch genannt: Hanfnessel, Nesselkraut, Haarnessel

  Inhaltsstoffe: Mineralstoffe, Vitamine, optimale Kombination aus Vitamin C & Eisen!!, Flavonoide, Gerbstoffe, essenzielle Fettsäuren

  Anwendungsgebiete aus der Volksheilkunde: Durchspültherapie, Stoffwechsel anregend, Rheuma, Gicht, Haar & Kopfhaut-Pflege, Erschöpfungszustände, Biodünger für Pflanzen, Durchblutungsstörungen

 Achtung bei Histamin-Unverträglichkeit, da unter anderem Histamin im brennenden Saft enthalten ist!

 

C wie CALENDULA officinalis – RINGELBLUME

Die Ringelblume ist wohl eine der wenigen Heilpflanzen, die viele von uns auch mit der lateinischen Bezeichnung kennen & auch wo sie in der Volksheilkunde eingesetzt wird!

 Als DIE „WUNDHEILPFLANZE“ ist sie schon vielen bekannt!

Der warme und sonnige Frühling, fast schon Frühsommer möchte man sagen, lässt sie in vielen Gärten schon kräftig wachsen. Und schon strahlt sie einem fröhlich entgegen, die Ringelblume! 

Mittlerweile hält sie in viele kosmetische Produkte Einzug, ob Handcreme, Zahnpasta oder Körperlotion. Daher kann es schon vorkommen, dass man auf dieses Korbblütengewächs allergisch reagieren kann.

 Als Sonnenuhr bzw. zur Wettervorhersage beobachtete man in früheren Zeiten die Blüten der Ringelblume: Blieben diese bis 8 Uhr geschlossen, dann rechnete man mit Regenwetter! 

 Auch genannt wird sie: Wucherblume, Sonnenbraut, Gartenarnika, Safranrose, Ringelrose oder Butterblume.

 Inhaltsstoffe: Flavonoide, Saponine, Carotinoide = entzündungshemmend, ätherische Öle, Bitterstoffe, Allantoin = wundheilfördernd.

 Anwendungsgebiete aus der Volksheilkunde: Wundreinigung, Quetschungen, schlecht heilende Wunden, leichte Verbrennungen, strapazierte Haut, Mund- und Rachenentzündungen, Pflegeöl oder Verdauungsstörungen.

  Tipp: Als kulinarisches, gesundes & buntes Highlight machen sich die Blütenblätter der Ringelblume in der Küche besonders gut!

 

D wie DOST – Origanum vulgare

Wie man vom lateinischen Namen schon erahnen kann, geht es dieses Mal im „Wilden Heilpflanzen A-Z“ um den „Wilden Oregano“, den Dost!

Man vermutet, dass „Origanum“ auf das griechische Wort „freuen“ zurück zu führen sei. Und wisst ihr was, ich freue mich tatsächlich immer sehr, wenn ich den Dost als Wildpflanze wo finde. 

In den Kräuterbuschen wird Dost oft als eine der Heilpflanzen mit eingearbeitet, welche traditionell an Mariä Himmelfahrt in der Kirche geweiht werden.

Und dieses Mal ist es echt schade, dass man zwar am Foto sieht wie schön er ist, man ihn aber leider nicht richten kann.

Denn er duftet wunderbar aromatisch & man träumt sofort von Urlaub im Süden mit tollem Essen. Kinder erinnert der Duft oft an Pizza! 

Auch viele Insekten lieben den Dost

Dost – Wilder Oregano

Auch genannt: Wilder Majoran, Wohlgemut, Pizzakraut

Seine großartigen Inhaltsstoffe verpackt er besonders köstlich: Ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Vitamine – besonders Vitamin C & Mineralstoffe.

 Anwendungsgebiete aus der Volksheilkunde: Natürliches Antibiotika, gegen Bakterien, Viren & Pilze wirkend, regt die Verdauung an und wirkt krampflösend.

Achtung: Nicht zu verwechseln mit Wirbeldost oder Wasserdost!