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Ode an das Weißkraut – mehr als nur ein Wintergemüse

Wer glaubt, dass es im Winter etwas fad wird mit dem regionalen & saisonalen Gemüse, der irrt!

Eine Ode an das Lebensmittel Weißkraut:
 Wenig Kalorien
 Hohen Ballaststoff-Gehalt = stättigt daher lange! 
 Top Vitaminlieferant Vitamin C, A, E u.a.
 Mineralstoffe wie Kalzium & Magnesium u.a.

Perfekt also für die beginnende Fastenzeit, oder? Und so unendlich viele Möglichkeiten der Zubereitung! 

Und da ihr hier bei Kräuterherz seid  gibt es auch Interessantes aus der Volksheilkunde & Naturheilkunde dazu:

Bei Gelenksbeschwerden wird Weisskraut als KRAUTWICKEL angewendet !
🍃 Dazu die äußeren, gesäuberten Blätter mit einem Nudelholz anquetschen, bis der Saft austritt. Dieser soll auf den Blättern bleiben und dann die Blätter auflegen.
🍃 Wirkt entzündungshemmend und entgiftend!
🍃 Schwefelhaltige Verbindungen in den Kohlblättern haben eine antibiotikaähnliche Wirkung!

Achtung: Tipps aus der Volks-&Naturheilkunde ersetzen keinen Besuch beim Arzt!


Räuchern! Wunderbares Ritual mit heimischen Kräutern & Harzen

Räuchern tut Körper & Geist gut, nicht nur zur Weihnachtszeit!

Das ganze Jahr über kann zu den verschiedensten Anlässen oder auch Themen geräuchert werden.

Wie alt der Brauch des Räuchern´s tatsächlich ist, da scheiden sich die Geister. Fakt ist, unsere Vorfahren wussten um die positive Wirkung des Räuchern´s. Ob zur Haltbarmachung von Lebensmitteln, zur Reinigung von Haus & Hof nach einem langen Winter oder als Brauchtum, an welches man fest glaubte.

Auch in der heutigen Zeit kann man mit getrockneten heimischen Kräutern und Harzen selbst ganz wunderbare Mischungen zusammenstellen. Wenn die Tage kürzer und gefühlt sehr dunkel sind, kann man sich mit dem Räuchern positive Energien in sein Heim holen. Ganz nach seinen Wünschen kann man Mischungen oder auch nur ein Kraut/Harz zum Räuchern werden. Möchte man zum Beispiel etwas Licht und Leichtigkeit in die dunkle Jahreszeit bringen, oder Freude und Harmonie, etwas zum Entspannen oder in der Erkältungszeit die Viren bekämpfen…. es gibt unzählige Möglichkeiten!

Viele der getrockneten feinen und zarten Kräuter kann man auf einem Stövchen ganz sanft verräuchern. Wer möchte kann auch in einer geeigneten Räucherschale mittels Kohle oder Zunderschwamm die Kräuter und Harze verräuchern. So oder so ist es ein schönes Ritual für welches man sich bewusst Zeit nimmt!

Ein kleiner Auszug an heimischen Kräutern & Harzen sowie deren typischen Merkmale

  • Eisenkraut: Auch „Diplomatenkraut“ genannt, soll Gerechtigkeit fördern, sowie Schutz und Abwehrkräfte stärken
  • Holunder: Ein „Herzöffner“, der Freude bringt und dabei helfen soll, seine Lebensaufgabge zu finden
  • Johanniskraut: Ein „Lichtbringer“, der düstere Stimmung und Gedanken vertreiben soll
  • Lavendel: Beruhigung, Reinigung und Desinfektion, dafür kann Lavendel verwendet werden
  • Rose: Wie soll es anders sein, die Rose soll Harmonie bringen und ist ein Muss in Liebesräuchermischungen
  • Salbei: Befreiend bei belastenden Gedanken & Emotionen, klärend und reinigend für Räume und Aura
  • Wacholder: Reinigend und keimtötend, soll helfen die innere Stabilität wieder zu erlangen
  • Fichtenharz: Ein „Seelenschmeichler“, der dabei helfen soll alte, innerliche Wunden zu heilen

Es ist ein spannendes Thema, macht großen Spaß sich seine persönliche Mischungen zusammenzustellen und die Kräuter und Harze dafür zu sammeln.

Im Buchhandel findet man dazu gute Bücher und der Besuch eines Räucherkurses ist eine besonders schöne Erfahrung!

Fichtenharz goldgelb und wunderbar duftend!


Der Herbst ist da!

Und in der Herbstzeit kann es draußen auch schon mal recht ungemütlich werden. Da pfeift der Wind, da prasselt der Regen, das bunte Laub der Bäume sammelt sich am Boden.

Das ist die Zeit wo man es sich drinnen richtig gemütlich machen kann, und es sich bei einer heißen, guten Suppe gut gehen lässt. Und wisst ihr was, dafür braucht man auch nicht zu den oft gar nicht so unbedenklichen und ungesunden fertigen Würfeln, Gläschen oder Packungen greifen!

Ich zeige euch heute wie man super einfach eine gute, gesunde und regionale Suppenwürze selbst herstellen kann. Und das beste ist, man hat seinen Vorrat im Kühlschrank immer griffbereit!  Auch als schönes Geschenk verpackt, kann man damit jemand Freude machen! Selbst nutze ich die Suppenwürze auch zB. im Gulasch, in Saucen oder in Marinaden. Damit hat man eine schnelle Basiswürze für viele Gerichte.

Super einfach und kann nach eigenen Vorlieben zusammengestellt werden! Schon neugierig?!?! 😉

Basis wie bei jedem Rezept sind gute Zutaten! Nur wenn was Gutes rein kommt, kann was Gutes dabei rauskommen! Oder?

Na gut, hier kommt es: Das Rezept für eine gute, selbstgemachte Suppenwürze:

Grundsätzlich gilt ca. 1/3 der Kräuter & Gemüsemenge soll an Salz dazu gegeben werden – wobei dies nach Geschmack auch weniger sein kann. Wichtig ist das Salz als natürliches Konservierungsmittel!

Suppenwürze selbstgemacht
  • 50 Gramm Salz – ich bevorzuge unser Österreichisches Natursalz/Steinsalz
  • 50 Gramm Liebstöckel –  gerne auch Wildkräuter dazu mischen (zB. Brennnessel, Giersch, Spitz-Wegerich, Wiesen-Schaumkraut…. )
  • Wurzelgemüse nach Wahl – je 25 Gramm zB. von Karotte, Sellerie, Lauch
  • 25 Gramm Petersilie
  • etwas Zwiebel – nach Geschmack
  • etwas Petersilie
  • eventuell etwas Ingwer oder Chili, wer mag!

Gemüse waschen und wenn nötig schälen, Kräuter ebenfalls waschen. Alles wird grob zerkleinert und mit dem Salz zusammen in einer Mixer gegeben. Gut durchmixen, bis man die gewünschte Konsistenz erreicht hat. In saubere, verschließbare Gläser aufteilen und beschriften. Und dann ab damit in den Kühlschrank!

Je nach Geschmack und Menge der Suppe gibt man etwas von der selbstgemachten Suppenwürze ins Wasser , ergänzt noch nach Belieben Pfeffer, Nudeln oder Fleischeinlage und kocht es auf.

Ich wünsche viel Freude beim Nachmachen und guten Appetit!

 

 


Flüssiges Gold & die Kraft der Kräuter

Wer sich Zeit nimmt und mit Achtsamkeit die Schätze der Natur entdeckt, wird auch bald auf das „flüssige Gold“ der Bienen stoßen. Honig ist nicht einfach nur ein köstlicher Brotaufstrich oder Süßungsmittel für den Tee, Honig ist schon beinahe eine kleine Hausapotheke für sich!

Schauen wir uns doch mal gemeinsam an wie das reine Naturprodukt Honig wirkt:

  • Abwehrstärkend
  • Wundheilend
  • Antibakteriell
  • Entzündungshemmend

Ziemlich beeindruckend, oder? Daher sollen wir nicht nur des Honig´s wegen den Lebensraum der Bienen schützen!

Um aus dem Bienenhonig einen sogenannten „Heil-Honig“ zu machen, braucht es nur wenige Schritte und man kann der kalten, grauen und nassen Jahreszeit gelassen entgegen sehen.

Dazu braucht man:

Bienenhonig Rauris Naturprodukt
Rauriser Honig Stefan Nocker
  • Honig vom lokalen Imker seines Vertrauens  – Tipp: Honig aus Rauris von Stefan Nocker! ∗
  • Frische oder getrocknete Kräuter zerkleinert- zB. Quendel und Spitzwegerich sehr gut geeignet
  • vermischt alles zusammen in einem Schraubglas
  • mind. 1 Monat warm und dunkel ziehen lassen
  • danach abfiltern, wer mag kann die Kräuter auch im Honig lassen

Je trockener die verwendeten Kräuter sind, desto länger ist der „Heil-Honig“ bei kühler und dunkler Lagerung haltbar. Sollte der Honig einmal fest werden, kann dieser durch Erwärmen – max. 45 Grad um alle wichtigen Inhaltsstoffe zu bewahren – wieder flüssig gemacht werden.

Diesen Kräuterhonig oder Heil-Honig kann man bei Bedarf teelöffelweise zu sich nehmen! Das schmeckt auch Kindern und kann auch in nicht zu heißem Tee gut eingenommen werden.

∗ Einkaufstipp Honig aus Rauris:
Stefan Nocker, A- 5661 Rauris
Tel. +43 (0)676 897 297 200 oder stefan@creatina.at

 

 


Aua!!! Diese bl… Brennnessel :(

Das rutscht einem schon recht schnell heraus wenn es passiert, dabei ist die Brennnessel eine wunderbare Heilpflanze! Ja, und was für eine!

Beinahe jeder von uns hat schon mal die Bekanntschaft mit den Brennhaaren der Brennnessel gemacht. Die Brennhaare kann man sich wie eine Kanüle mit einer Sollbruchstelle vorstellen, woraus ein juckendes und brennendes Gemisch, welches unter anderem auch Histamin (Achtung bei Histamin-Unverträglichkeit!!) und Ameisensäure beinhaltet, in unsere Haut „gebohrt“ wird. Nun gut, klingt jetzt noch immer nicht nach einer besonders wunderbaren Heilpflanze?

Aber das Ernten der Pflanze lohnt sich auf jeden Fall und am besten im Frühjahr beginnen bis in den Herbst hinein!

  • Die Brennnessel fördert den Stoffwechsel
  • Wirkt vitalisierend und entzündungshemmend
  • Wirkt harntreibend und harnsäureabführend
  • Lindert Rheumaschmerzen –  wurde wissenschaftlich belegt! 
  • Ist reich an Eisen & Vitamin C – diese Kombination sorgt dafür, dass unser Körper das Eisen bestmöglich aufnehmen kann!
  • Ist optimale Proteinquelle für Vegetarier & Veganer – fast 2x so viel Eiweiß wie Sojabohnen! 

Im Frühjahr, wenn die ersten Blätter der Brennnessel in sattem Grün leuchten, sollte man beginnen sie in den Speiseplan aufzunehmen. Ob als Brennnesselsuppe, in Salat, im Smoothie, wie Spinat zubereitet in Lasagne und Pasta oder in einem Kartoffelauflauf. Wer wegen der Brennhaar noch Bedenken hat, durch das Walken der Brennnessel mit einem Nudelholz werden die Brennhaare zerstört. 😉

Ein ganz überraschendes und super gesundes Geschmackserlebnis ist ein angesetztes Brennnesselwasser. Und das geht ganz einfach! Hierzu ein paar frische Brennnesselstängel über Nacht in einem Krug Wasser ziehen lassen. Das Wasser schmeckt leicht nach Brennnessel und auch fruchtig! Dieses Wasser kann man auch zum Mixen von Smoothies verwenden.

Und wenn man das Wasser zu lange hat durchziehen lassen, es einem zu kräftig nach Brennnessel schmeckt, dann freuen sich die Garten- oder Balkonpflanzen über diesen Powerdrink! 😉 Denn auch im Garten und am Balkon kann man die Brennnessel zur Stärkung von Pflanzen großartig nutzen.

Für die sogenannten „Superfoods„, die momentan überall beworben werden, muss man gar nicht in die Ferne schweifen und sündhaft teure Produkte aus aller Welt kaufen. Brennnesselblätter haben bis zu 20% Mineralstoffe und sehr viel Vitamin C und Eisen in sich. Das ist heimisches Superfood, regionaler und günstiger geht es nicht! 

Die Früchte/Samen der Brennnessel, die meist ab Spätsommer/Herbstbeginn reif von den Brennnesseln hängen, sind auch ein wahres Superfood. Einfach trocknen, luftdicht verschlossen in einem Glas griffbereit aufbewahren und immer wieder in den Speiseplan mit aufnehmen. Das geht toll eingearbeitet in einen Brotteig, über das Müsli oder den Salat gegeben, in den Smoothie oder das Joghurt gemischt. Die nussigen Samen wirken kräftigend und anregend und können sogar geröstet werden!

Und zu Schluss, quasi zum Herbstende hin, kann auch die Wurzel der Brennnessel wirksam eingesetzt werden. Ob innerlich als angesetzte Tinktur zur Vorbeugung einer Reizblase oder äußerlich als kräftigendes Haarwasser.

Also ich würde jetzt sagen, so blöd ist die Brennnessel dann gar nicht! Es ist eher so wie bei uns Menschen, oft muss man sich erst richtig kennen lernen um zu sehen, dass was Tolles im anderen steckt!


Rotoel

Das echte Johanniskraut

Strahlend gelb lacht es einem entgegen, als wäre es die Sonne persönlich! 🙂 Und tatsächlich, das Johanniskraut speichert sozusagen die Kraft der Sonne gegen dunkle Zeiten in sich. Als „Arnika der Nerven“ wird es gerne bezeichnet und das deutet bereits auf ein wichtiges Anwendungsgebiet des Johanniskrauts hi!.

Bereits der berühmte Arzt Paracelus erkannte das, und seit etwa dem 16. Jahrhundert wird das Johanniskraut nicht nur für die äußerliche Anwendung auf der Haut (Hexenschuss, hemmt Entzündungen, fördert die Wundheilung, Prellungen, Verstauchungen, Hautpflege…), sondern auch als natürliches Mittel bei leichter Depression genutzt.

Weltweit sind mehr als 400 Arten (!!) von Johanniskraut bekannt, 60 davon sind in Europa heimisch. Das echte Johanniskraut, welches in der Volksheilkunde angewendet wird, erkennt man an diesen Merkmalen:

  • Blüten & Knospen geben beim Zerreiben den roten Farbstoff (Hypericin) frei
  • Zweikantiger Stängel, welcher mit Mark gefüllt ist
  • Blätter gegen das Licht gehalten, sehen aus wie durchlöchert/perforiert/getüpfelt = gefüllte Drüsen sichtbar

Das „Hypericin“ ist es auch, dass ein angesetztes Johanniskraut-Öl wunderschön Rubinrot färbt. Daher stammt auch die Bezeichnung „Rotöl“ im Volksmund.

Vorsicht ist jedoch bei der Anwendung von Johanniskraut geboten, egal ob innerliche oder äußerliche Anwendung. Es kann die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen, und bei gleichzeitiger Anwendung mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten oder bestimmten Antibiotika kann es zu Wechselwirkungen kommen. Daher die Anwendung mit einem Arzt abklären! 

Mit getrockneten Johanniskraut-Blüten und Knospen kann man wunderbar ein kleines Schlafkissen befüllen. Am besten mischt man zu dem Johanniskraut, Melissenblättern und Hopfenzapfen – alles in getrockneter Form, die ebenfalls eine beruhigende Wirkung haben. Das Kissen gibt durch leichtes Kneten und Körperwärme beim Auflegen den beruhigenden Duft der Kräuter frei! Und wer möchte, kann gerne auch Lavendel- oder Rosenblüten dazu geben.

Wäre doch auch eine tolle Geschenkidee für jemanden? 😉


Gänseblümchen Heilpflanze Daisy

Heilpflanze des Jahres 2017

Jeder kennt sie, die oft unscheinbare Heilpflanze des Jahres 2017!

Das Gänseblümchen!

Jedes Jahr wird vom Verein NHV Theophrastus die Heilpflanze des Jahres gekürt.

Aber was steckt denn so Besonderes in dieser kleinen Schönheit?

Nun, es ist nicht nur schön anzuschauen und bringt gute Laune in den Alltag,  so hat es auch schon so einige Verliebte hoffen lassen…. sie/er liebt mich… sie/er liebt micht nicht… ♥ Wer kennt das nicht?!

Lichthungrig öffnet sich das kleine Powerpaket nur bei Sonnenlicht, bei Regen bleibt es geschlossen.

Als „kleine Schwester“ der Arnika wird es unter Kräuterkundigen gerne bezeichnet und hilft somit unter anderem bei:

  • Prellungen & VerstauchungenGänseblümchen Heilpflanze Daisy
  • Zerrungen & blauen Flecken
  • regt den Stoffwechsel an
  • leistet wunderbare Dienste bei Hautleiden (Hautunreinheiten, Ekzeme, gereizte Haut)

Besonders für Kinder ist das Gänseblümchen gut verträglich! Nicht aber bei Korbblütlerallergie!

Es macht sich wunderbar auf einem Butterbrot, der Suppe oder im Salat. Ein Kräutersalz daraus herstellen, als Tee zubereiten oder in Öl ansetzen. Man kann es einfach so pflücken und als frisches Superfood sofort genießen.

Das Gänseblümchen liebt mich 😉 und ich liebe es!